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Autor Beitrag  

Schneck
Stammgast Stammgast 
Mitglied seit 19. März 2003
Beiträge insgesamt: 35



Beitrag vom
08. Januar 2004
00:22:07
 Tip zum Texten

Ich wusste fr¸her nie so genau, wie ich das ausdr¸cken kann, was ich an Gedanken so im Kopf hatte, die aber unbedingt rauswollten.
So funktioniert's bei mir: Ich habe ge¸bt, ohne Nachzudenken das rauszuschreiben, was ich an Bildern in Kopf habe, und lasse den Text erstmal liegen. Den Ablauf lege ich meistens direkt fest.

Dann lasse ich das Ding einen Tag liegen, und dann verstehe ich selbst, was ich gemeint habe, kann es 100% nachempfinden. Das ist wie eine zweite Stimme, die einem fl¸stert, was man sonst nicht w¸rde formulieren kˆnnen. Smile, yeah

Wenn man nat¸rlich eine konkrete, plastische Idee hat ist es nat¸rlich besser, sie auszuformlieren. Smile, yeah

Wie bekommt ihr eure Gedanken zu fassen?


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mˆbelbaron
Neuzugang 
Mitglied seit 24. März 2003
Beiträge insgesamt: 1



Beitrag vom
13. März 2004
01:57:03
 Re: Tip zum Texten

‹berhaupt nicht eigentlich. Jede Idee, die ich irgendwie zu Papier bringe, verselbst‰ndigt sich w‰hrenddessen so dermassen, dass zwar stimmungsm‰ssig das Ergebnis mit meiner Intention ¸bereinstimmt, was auch gut so ist, aber nichts (bis auf die ersten paar Zeilen) von der urspr¸nglichen Bildhaftigkeit ¸brigbleibt. Kann nat¸rlich sein, dass dabei trotzdem coole Sachen rauskommen, aber ich mˆchte halt nich nur coole Sachen produzieren, sondern auch was Bestimmtes zum Ausdruck bringen. Das gelingt mir so aber nur 'zuf‰llig'. Das stˆrt mich total. Smile, yeah Der Rest sind dann Wˆrter, die mir im Moment des Schreibens einfallen und die bis dahin noch gar nichts mit dem eigentlichen Einfall zu tun hatten. Im Vorhinein Eckpunkte oder so festzuhalten und dann zu f¸llen - w¸sste ich ¸berhaupt nich, wie ich das anpacken sollte. Wie organisiert ihr Material aus Worten? Stellt sich euch ein Bild so klar dar, dass ihr gleich ein ganzes Gedicht/einen Song draus drehen kˆnnt?

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Schneck
Stammgast Stammgast 
Mitglied seit 19. März 2003
Beiträge insgesamt: 35



Beitrag vom
13. März 2004
02:04:37
 Re: Tip zum Texten

Manchmal hilft es, sich an dem Bild festzuhalten, das man ausdr¸cken mˆchte (wenn sich der Song um ein Bild dreht).
Wenn ich lange genug das Bild auch mich wirken lasse, kommen die Worte oft automatisch. Ist wahrscheinlich aber kein Patentrezept...

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Klytus
Neuzugang 
Mitglied seit 28. Februar 2004
Beiträge insgesamt: 1



Beitrag vom
20. März 2004
12:16:07
 Re: Re: Tip zum Texten

Das Problem kenn ich auch....ist wirklich oft nicht einfach. Die Frage ist was Du r¸berbringen willst-mehr oder weniger "Klartext" oder eine, sagen wir mal, "Impressionistische" Darstellung einer Sache oder Situation. Bei Letzterem ist es vollkommen OK wenn Deine Worte auf den ersten Blick "wirr" erscheinen....Hˆr Dir mal L. Cohen oder P. Gabriel an, da braucht man teilweise auch 'ne ganze Zeit bis man wei?, was die wollen. Aber das hat meiner Meinung nach mehr Klasse.
Food for thought eben.....Smile, yeah

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Zottelfritz
Stammgast Stammgast 
Mitglied seit 26. März 2003
Beiträge insgesamt: 24



Beitrag vom
20. März 2004
12:35:42
 Re: Re: Re: Tip zum Texten

Also ich empfinde den Unterschied zwischen einem "guten" und einem "schlechten" Songtext weniger in der Brillianz der Formulierungen oder dem Stil, sondern eher so zwischen den Zeilen: und zwar wenn ich das Gef¸hl habe, der Text ist "echt" und glaubw¸rdig. Wenn jemand wirklich aus der Seele schreibt, sp¸rt man das einfach.

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butterfly
Neuzugang 
Mitglied seit 15. April 2004
Beiträge insgesamt: 1



Beitrag vom
15. April 2004
00:27:14
 Re: Re: Re: Re: Tip zum Texten

ich wei? nicht, was ehrliche oder unehrliche texte sind, sie geben immer ein authentisches bild von mir ab. wenn ich mit dem mond matthias claudius verbinde, fallen mir eigene vorlieben, begegnungen und w¸nsche oder hoffnungen ein, die ich in den jahren mit diesem lied und seinen bildern verbunden habe. ein bild habe ich eigentlich immer vor augen und es besitzt eine aura, die aus vielen wˆrtern besteht. manchmal fische ich die einen aus dem aura-kreis, manchmal eben die anderen, um mein augenblickliches gef¸hl auszudr¸cken. die recherche nach sprach-bildern ist eine ganz spannende sache und man kann nichts besseres tun, als gedichte zu lesen, egal aus welcher zeit. der feinschliff im eigenen text ist echte arbeit nach dem, was bisher lust & freude war. macht aber auch laune!

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